Architekt und Stadtplaner BDA Wilhelm Huber, Betzigau (27.01.2021):

Durch einen Erweiterungsbau des Explorer Hotels wird die Achse der Maria-Trost-Allee empfindlich gestört. Nachdem der Weg von Nesselwang über die Kreuzwegstationen bis zur Maria Trost Kapelle führt, ist dieser ein wichtiges, historisches Element in der Landschaft, welches durch bauliche Eingriffe nicht unterbrochen und gestört werden sollte.

Der alte Gasthof sollte in seiner historischen Form und Maßstab nicht zur Disposition gestellt werden.

Das bestehende Explorer Hotel ist in seiner baulichen Ausprägung kein Gewinn für die Allgäuer Landschaft, geplante Erweiterungsbauten mit Ferienwohnungen, würden diesen städtebaulichen Missgriff verstärken, statt mildern.

Allen Beteiligten sollte klar sein, dass die gesamte Anlage im sensiblen Außenbereich von Nesselwang liegt. Weitere Erweiterungsbauten würden zusätzlich zur verstärkten Zersiedelung der Alpenvorlandschaft beitragen.

Annabell Schade (Vorgetragen Gemeinderatssitzung 22.10.2019)

Ich frage mich, wie viel mehr kann unser Berg noch ertragen?
Sind wir dabei, bei dessen Schutz zu versagen?
Gerade im Winter, da merkt man es sehr,
die Umwelt verträgt nicht noch viel mehr.


Am Wochenende mal zum Skifahrn gehn?
Da heißt es erst Mal lange steh’n.
Erst mit dem Auto An der Riese,
und schließlich oben an der Bahn.
Von dem Stau kriegt man die Krise,
da will man am liebsten gleich wieder fahr’n.


Man kann ja auch laufen, dann spart man sich Zeit,
das wär’ doch die beste Möglichkeit.
Man schnappt sich die Ski und läuft Richtung Lift,
doch die Luft ist nicht sauber, sondern voll mit dem Gift.
Denn der Sprit der wartenden Autos verpufft,
bringt uns zum husten und geht in die Luft.


Im Sommer sieht es nicht anders aus,
die meisten Leute zieht es raus.
Der Berg wird belagert, die Seen sind voll,
bei vielen erhebt sich da der Groll.
Wege werden verbreitert und zubetoniert,
damit es für jeden auch funktioniert.
„Die Natur passt sich an, die kriegt das schon hin“,
NEIN, denn für sie ergibt all das keinen Sinn!
Flora und Fauna kommen mit dem Fortschritt nicht mit,
sie leiden darunter, sie halten nicht Schritt.


Schaut sie euch an, unsre schöne Natur,
auch sie ist ein Teil der Allgäuer Kultur.
Wie schön ist der Herbst mit all seinen Farben,
doch nach diesem Bau, da bleiben nur Narben.

Der Klimaschutz geht uns alle etwas an,
es ist unsere Zukunft, denkt bitte dran.
JEDER kann dazu einen Beitrag leisten,
wir Einheimischen und die Hierherg’reisten.


Lasst uns als Ort damit beginnen,
bevor die Zeit beginnt zu entrinnen.
Denn letztendlich sollten wir uns alle fragen,
Wie viel mehr kann unser Nesselwang noch ertragen?
Bitte lasst uns bei dessen Schutz nicht versagen!